Demenz, wenn Vergesslichkeit mehr ist als ein harmloser Aussetzer.

Jeder vergisst einmal einen Namen oder verlegt seine Schlüssel. Doch wenn solche Situationen zur Regel werden und das alltägliche Leben zunehmend beeinflussen, kann eine Demenz die Ursache sein. Diese Erkrankung betrifft nicht nur das Gedächtnis, sondern zeigt sich durch eine Vielzahl von Symptomen, die individuell verschieden und dennoch typisch sind.
Hier sind Warnzeichen, auf die Sie achten sollten:
Gedächtnislücken mit Folgen
Es ist normal, ab und zu etwas zu vergessen. Alarmierend wird es, wenn:
- wichtige Informationen wie Namen, Telefonnummern oder kürzlich Erlebtes regelmäßig entfallen,
- persönliche Gegenstände häufig verlegt werden,
- vertraute Personen nicht mehr erkannt werden.
Schwierigkeiten mit alltäglichen Aufgaben
Routinehandlungen, die früher selbstverständlich waren, werden zunehmend zur Herausforderung. Beispiele:
- Planung und Durchführung von alltäglichen Aufgaben,
- Umgang mit Finanzen oder anderen organisatorischen Tätigkeiten.
Sprachprobleme und Verständnisschwierigkeiten
Betroffene verlieren häufiger den Faden in Gesprächen, suchen nach Worten oder nutzen unpassende Begriffe und Umschreibungen – etwa durch das berühmte „Dingsda“.
Orientierungslosigkeit
Anfangs fällt die Orientierung in fremder Umgebung schwer, später auch in vertrautem Umfeld. Auch Fragen nach Datum, Wochentag oder Uhrzeit können vermehrt zu Verunsicherung führen.
Veränderung von Stimmung und Persönlichkeit
Ein zunehmender Rückzug aus dem aktiven Leben kann ein Zeichen sein. Weitere Hinweise:
- Antriebslosigkeit, Unruhe, depressive Verstimmungen,
- ungewöhnliche Entscheidungen,
- Vernachlässigung von Hobbys und Interessen.
Sozialer Rückzug
Menschen mit beginnender Demenz ziehen sich häufig aus dem sozialen Leben zurück. Aktivitäten mit Freunden oder Familie machen weniger Freude, gemeinsame Treffen werden gemieden.
Früh handeln – Hilfe in Anspruch nehmen
Wenn Sie bei sich selbst oder bei einem Angehörigen mehrere dieser Veränderungen beobachten, zögern Sie nicht: Suchen Sie das Gespräch mit Ihrer Hausärztin. Eine frühzeitige Abklärung ist wichtig – denn je früher eine mögliche Demenz erkannt wird, desto besser kann eine geeignete Behandlung eingeleitet und der Verlauf positiv beeinflusst werden.
Gut zu wissen: Es gibt vielfältige Unterstützungsangebote – von medizinischer Beratung bis zu sozialen und pflegerischen Hilfen.
Sie sind nicht allein!