Masern sind zurück – mit Impfung wirksam vorbeugen

In den letzten Monaten sind aus verschiedenen Bundesländern wieder Masern-Erkrankungen bekannt geworden. Das gibt Anlass zur Sorge – dabei steht mit der Masern-Impfung ein bewährter und sicherer Schutz zur Verfügung. Eine ausreichend hohe Impfquote könnte nicht nur weitere Ausbrüche verhindern, sondern langfristig sogar zur vollständigen Eliminierung der Krankheit führen.

Zu den zuletzt registrierten Masern-Erkrankungen zählen vor allem Kleinkinder, die bislang nicht gegen die Krankheit geimpft wurden – und das, obwohl die Masern-Impfung in Österreich kostenlos im Rahmen des öffentlichen Impfprogramms angeboten wird. Solche Impflücken hätten sich leicht vermeiden lassen, doch sie ermöglichen es dem Masernvirus (wie auch anderen übertragbaren Krankheiten), sich erneut zu verbreiten – sowohl hierzulande als auch in anderen Teilen Europas, wo ebenfalls wieder vermehrt Fälle auftreten. Die COVID-19-Pandemie hat diese Entwicklung leider zusätzlich begünstigt durch zunehmende Impfzurückhaltung.

Masern sind nicht harmlos

Die Gefahr wird oft unterschätzt: Masern gelten zwar als typische Kinderkrankheit, können aber in Wirklichkeit schwerwiegende Folgen haben – vor allem für Säuglinge, Kleinkinder, Schwangere sowie Erwachsene. Die Erkrankung ist hochansteckend und äußert sich unter anderem durch starkes Fieber, entzündete Augen und den typischen Hautausschlag mit großflächigen roten Flecken. Darüber hinaus können Komplikationen wie Mittelohr-, Bronchien- oder Lungenentzündungen auftreten.

Besonders besorgniserregend: Masern schwächen das Immunsystem erheblich – für bis zu drei Jahre – und machen Betroffene dadurch anfälliger für andere Infektionen.

 typischer Hautausschlag bei Masern

Wie werden Masern übertragen?

Das Masernvirus ist extrem ansteckend und wird über die Luft weitergegeben – etwa beim Husten oder Niesen. Bereits einige Tage bevor der charakteristische Hautausschlag sichtbar wird, können infizierte Personen das Virus weiterverbreiten. In der Regel beginnt die Ansteckungsfähigkeit rund vier Tage vor dem Auftreten des Ausschlags und endet etwa vier Tage danach.

Da Masern ausschließlich beim Menschen vorkommen und ausschließlich von Mensch zu Mensch übertragen werden, besteht grundsätzlich die Möglichkeit, sie durch eine hohe Impfquote vollständig zu eliminieren. Die Impfung bietet nicht nur individuellen Schutz vor der Krankheit, sondern verhindert durch sogenannte sterile Immunität auch die Weitergabe des Virus – geimpfte Personen können sich also nicht infizieren und auch niemanden anstecken.

 

Ein vollständiger Impfschutz erfordert zwei Dosen: Die erste wird normalerweise ab dem 9. Lebensmonat verabreicht, die zweite folgt ab dem 12. Monat. Auch Jugendliche oder Erwachsene, die in der Kindheit keine Impfung erhalten haben, sollten die Immunisierung unbedingt nachholen.

17.März 2025
PVN Untere Feldaist